Kiezhaus

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Die Idee ist, einen Raum als Teil der kommunalen Struktur in der Nachbarschaft (Berlin, Wedding) aufzubauen und gemeinsam zu verwalten. Im Kiezhaus sollen verschiedene Lebensrealitäten und soziale Kämpfe zusammenfinden. In diesem Sinn bedeuten für uns radikal demokratische Nachbarschafts- und Stadtteilversammlungen Perspektiven für ein selbstbestimmteres Leben im Kiez. Jenseits der Logik von Nationalstaaten und kapitalistischer Ausbeutung wollen wir dieses erkämpfen und praktisch gestalten.

Verschiedene Initiativen haben sich bisher entschlossen, ein Teil vom „Kiezhaus Agnes Reinhold“ zu sein. Hier könnt ihr lesen, warum sie sich organisieren wollen:

Funktion

Im Kern funktioniert das Kiezhaus als Ort, um die Idee einer solidarischen Gesellschaft erlebbar zu machen. In dieser Situation will das Kiezhaus einen konkreten Raum bieten, der verschiedene Methoden zur Selbstermächtigung gegenüber (sozialer) Ausgrenzung, Diskriminierung, Ausbeutung und Isolation bereitstellt. Alle interessierten und solidarischen Personen sind eingeladen, Teil dieses Prozesses zu sein. Solidarität erfahrbar machen, selbstbestimmt Lernen sowie gegenseitige Unterstützung sind unsere grundlegenden Prinzipien. Menschen die sich im Kiezhaus treffen und kennenlernen, haben die Möglichkeit, sich auf Grundlage ihrer Bedürfnisse in Projekten autonom zu organisieren. Dazu zählen zum Beispiel Beratungen, Workshops, Kurse, Kulturangebote oder auch Informationsveranstaltungen.

Das gemeinsame Handeln und Auftreten der beteiligten Initiativen und Einzelpersonen, in und außerhalb des Kiezhauses, sollen durch eine Versammlung oder Rat repräsentiert werden. Der Ansatz ist, einen sozialen Raum zu organisieren, der allen offen steht, die sich den grundlegenden Prinzipien dieser selbstverwalteten Einrichtung annehmen. In diesem basisdemokratischen Prozess kann das Kiezhaus für die Nachbarschaft eine gemeinsame Stimme und gleichzeitig Werkzeug sein, um gemeinsam als Nachbar*innen gestärkt die Kämpfe für ein würdevolles Leben in den Kiezen führen zu können. (2017)

 


 

Kiezhaus

(englisch)

The idea is to set up a common space with a municipal structure for the people’s struggle.

The Kiezhaus in Berlin/Wedding should combine the different realities of life in a reinforced and joint struggle. The perspectives are radical democratic neighborhood and district assembly’s for a self-determined life. Which operates beyond the logic of a national state and capital exploitation.

Different initiatives choosed to be part of the Kiezhaus Agnes Reinhold, read why they want to organize:

Functioning

In its core the Kiezhaus functions as a place of recapturing the idea of a solidary society in a metropol. The neighborhood is the most dense social sphere (Kiez) in city. In this environment the project wants to set up different methods of self-empowerment in order to strenghten its residents. Directly, transparent and in cooperation with everyone who wants to attend in this collective process. Basic principals are sharing, self-determined learning and solidarity.

Further in this process the people who meet and interact in the Kiezhaus are building up self organized autonomous projects which includes counseling (rents, asylum, evictions, labor, social service, basic needs…), workshops or information-events based on the needs and demands of the neighborhood. The actions inside and around the Kiezhaus should be connected to a assembly which represents the groups involved in the Kiezhaus. A major approach is to organize an open social space which is usable freely to everyone who sticks to this basic principals of a communal self-govern infrastructure. In this process the Kiezhaus could be a collective voice and tool for the people around it to articulate themselves in a basic-democratic way. (2017)